«Klein, aber fein in Skerbersdorf» nach oben
Skerbersdorf Mit vollem Körpereinsatz sind auch in dieser
Woche zwei RUNDSCHAU-Mitarbeiterinnen an Badeorten der Region
unterwegs. Mit allen fünf Sinnen wollen sie herausfinden,
wo es sich für wen am besten planscht. Heute hat Volontärin
Vivien Czepok ihre Augen, Ohren und Nase im Skerbersdorfer
Freibad offen gehalten. Einen großen Pluspunkt gibt es für
die zahlreichen Kinderangebote.
28.07.2010
Zusammen mit ihren Eltern kommen Nicole (11) und Tom (9)
Wehner regelmäßig ins Skerbersdorfer Freibad.
Foto: Vivien Czepok
Der prüfende Blick
Inmitten kleiner Dorfhäuser liegt das Freibad Skerbersdorf. Schon
draußen springt einem der große Holzspielplatz mit seinen vielen
Klettermöglichkeiten an. Auch das große Beach volleyballfeld
scheint beim Hereinkommen zu sagen: »Leg deine Sachen ab, schnapp
dir einen Ball und los geht das Match.« Mit seinen 30 Metern ist
das Schwimmbecken etwas klein, aber jeder - vom Nichtschwimmer
bis Profi-Krauler - kann sich darin austoben. Wer kein Badespiel-
zeug dabei hat kann sich das kostenlos beim Freibad-Team ausleihen.
Von Schwimmflügel über Badebälle und großen Gesellschaftsspielen
gibt es alles, was das Herz begehrt. Langeweile kommt also nicht
auf. Wer keine Lust auf Volleyball hat, kann sich immer noch auf
dem Fußballplatz direkt neben dem Freibad austoben oder eine Runde
Kricket auf dem Rasen spielen. Dabei verliert man die Kinder auch
nicht so schnell aus den Augen, denn die Freibad-Oase ist über-
schaubar. Alle Plätze, vom Handtuch bis hin zu den Toiletten sind
schnell zu erreichen. Und verliert man die Steppkes doch einmal aus
den Augen, sind ja immer noch die Bademeister vor Ort, die alle
großen und kleinen Gäste im Blick haben.
Und noch etwas: Parties im Clubhaus und Nachtschwimmen sind außer-
halb der regulären Öffnungszeiten auch möglich. Vorausgesetzt, man
hat sich vorher angemeldet und bringt Badesachen mit.
FKK ist nämlich nicht erlaubt. nach oben
Bademeister Maik Vogel (30) hat alles im Blick.
Die Hörprobe
Um richtig zu entspannen, empfiehlt es sich, abends vorbei
zu kommen. Denn das Freibad ist besonders bei Familien mit
kleinen Kindern sehr beliebt. Entsprechend laut gelacht und
gequickt wird bei den Planschattacken. Wem das nichts au-
smacht kann unter der Woche immer ab 14 Uhr vorbeikommen.
Oder abends ab 18 Uhr - nach den regulären Öffnungszeiten
ist da zwar Schicht im Schacht. Aber laut Bademeister Maik
Vogel bleiben viele Gäste auch gerne mal bis 21 Uhr im Freibad.
Es braucht also keiner Angst haben: frühzeitig rausgeschmissen
wird hier keiner.
Der Schnüffeltest
Weder beißender Chlorgeruch noch ein miefiger Toilettenschleier
wehen einem um die Nase. Wer im Freibad tief einatmet riecht nichts
weiter, als frisch gemähtes Gras oder den Essensduft, der vom Nach-
barplatz herüberweht. nach oben
Die Geschmacksprobe
Apropos Essen: für den kleinen Hunger und Naschkatzen hat das
Freibad-Team reichlich Kekse und Getränke parat. Sollte es aller
Oder aber man ruft in der Nachbargaststätte an. Wem vor Hunger schon
die Knie zittern, dem wird das Essen sogar bis ans Handtuch gebracht
- so der Geheimtipp einiger treuer Freibadbesucher.
Der Barfußtest
Der Großteil des Freibades ist mit Rasen bedeckt. Zarte Gemüter
brauchen aber keine Angst zu haben. Denn scheinbar hat das Freibad-
Team ein Geheimrezept: der Rasen ist nämlich trotz einzelner
trockener Hitzestellen sehr weich. Piksige Flecken gibt es kaum
und auch das Beachvolleyballfeld ist mit »Zuckersand« aufgefüllt.
Hier kann mit vollem Einsatz dem Ball hinterhergehechtet werden.
Weder Steine noch Scherben verderben den Spielspaß. Sofern man also
keine Koordinationsprobleme hat, ist die Verletzungsgefahr recht
gering. Grobkörniger wird der Boden nur auf dem Holzspielplatz.
Da sollte festes Schuhwerk angezogen werden, um den kleinen Kletter-
affen mehr Sicherheit zu geben. nach oben
Vom Babybecken bis zum Schwimmerbereich hat seinen Badespaß.
Da zeigen sogar schon die Kleinsten, wo der Hammer hängt.
Das Skerbersdorfer Freibad ist ein ideales Ausflugsziel für Familien.
Das Team ist sehr freundlich und hilfsbereit. Wer auf seiner Radtour
eine Abkühlung braucht, kann hier genauso Halt machen. Und für eine
Nacht unter freiem Sternenhimmel bietet sich der Campingplatz direkt
neben dem Holzspielplatz an. Nur Zelt und Schlafsack müssen selbst
mitgebracht werden. Ansonsten gibt es reichlich Duschen, saubere
Toiletten und sogar eine Waschmaschine, um dem Straßenstaub à la
»Meister Proper« den Kampf anzusagen.
Quelle: Lausitzer Rundschau, Juli 2010
«Piraten und Volleyballer geben Auftakt» nach oben
Skerbersdorf Am Samstagnachmittag wimmelte es nur so vor kleinen
und großen Piraten auf dem Gelände des Skerbersdorfer Freibads.
Hier wurde die diesjährige Badesaison – seit Wiedereröffnung
des Bades die vierte – feierlich im Freizeitzentrum mit einem
zünftigen Piratenfest eröffnet, bei dem die Teilnehmer das ent-
sprechende Outfit trugen und so auch weithin sichtbar klar als
Piraten erkennbar waren.
Für alle kleinen und großen Wasserratten hat das Bad ab sofort
täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Bei angenehmen Temperaturen
nutzten bereits am Samstag zahlreiche Besucher die Möglichkeit
zu einem Sprung in die »Fluten«.
Die Mädchen und Jungen bestiegen auch ihr Piratenschiff und gingen
auf Schatzsuche oder beteiligten sich an verschiedenen lustigen
Wettkämpfen wie etwa Tauziehen.
Auch Bürgermeister Rüdiger Mönch stattete der Eröffnungsveranstal-
tung in Skerbersdorf seinen Besuch ab.
Während die Piraten zum Saisonstart aufs Wasser oder zur Schatzsuche
in den Wald gingen, spielten sechs Mannschaften Volleyball.
Den Wanderpokal erkämpfte sich in diesem Jahr das Team
der »Ballholers« vor den »Ghost bastards« und der Mannschaft des
Freizeitzentrums Skerbersdorf. Vierter wurde die Vertretung der
»Funky Friends« vor dem Team »Paul sag was« und der Mannschaft des
Pecherner Carnevalclubs.
»Seit der Wiedereröffnung des Bades starten wir nun in unsere vierte
Saison. Unser Freibad ist mit 360 Kubikmeter Wasser gefüllt. Wir
freuen uns, dass wir heute hier zur Eröffnung so viele kleine und
große Besucher begrüßen können«, so Tristan Mühl, Vorsitzender des
Vereins, der ebenfalls als Pirat zu erkennen war.
Der Freizeitzentrum Skerbersdorf e.V. gründete sich im Jahr 2002 und
setzt sich unter anderem für die Erhaltung des Freibades im Ort ein.
André Kurtas
Quelle: Lausitzer Rundschau
«Sehr viel mit wenig Budget erreicht» nach oben
Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu. Anlass für die RUNDSCHAU,
die Akteure der Region und Stadt zu Wort kommen zu lassen, was
sie bewegt hat - im positiven wie im negativen Sinn.
10.12.2007 -- Heute Tristan Mühl vom Förderverein FZZ-Skerbersdorf
Welcher war Ihr größter Erfolg?
Der größte Erfolg ist in diesem Jahr war wohl die Eröffnung des
Freizeitzentrums in Skerbersdorf im Juli. Nach schlussendlich vier
langen Jahren gelang es dem Verein, das beliebte Objekt gründlich
zu sanieren und die gesamte Anlage umzugestalten. Und trotz des
schlechten Wetters in diesem Sommer wurde besonders das Freibad
von den Einwohnern und Radtouristen gut angenommen. Das freut uns
als Vereinsmitglieder natürlich besonders. Wir hoffen alle, dass
die Einrichtung im kommenden Jahr eine genauso gute Resonanz bei
den Besuchern finden wird wie im letzten Jahr.
Welche war Ihre größte Niederlage?
Niederlagen in diesem Sinne gab es bei mir in diesem Jahr zum
Glück nicht. In der Zeit der umfangreichen Sanierungsarbeiten
gab es einige kleinere Rückschläge oder so manche Ungeklärtheiten,
ich denke da zum Beispiel an die gesamte Filtergeschichte im Frei-
bad Skerbersdorf. Aber durch die Erfahrung der Mitbürger, die bei
dem Bau dabei waren,und Gespräche mit einigen Firmen der Region
konnten wir sehr viel mitwenig Budget für die Freizeiteinrichtung
erreichen.
Welche war Ihre größte Überraschung?
Gute Frage. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass der Kern des
Vereins über den gesamten Zeitraum fast jedes Wochenende bei den
Arbeitseinsätzen dabei war. Auch wenn unsere eigene Kraft nicht aus-
reichte, kamen Leute vom Dorf, der Feuerwehr oder aus den Nachbar-
dörfern, um uns zu unterstützen. Dies, denke ich, ist in der
heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Wenn dieser Zusammenhalt
nicht gewesen wäre, wären wir nicht so weit gekommen.
Was war ihr größter Ärger?
Ärger kann man nicht direkt sagen Sicher gibt es immer Höhen und
Tiefen im Vereinsleben. Das Wichtigste ist für mich aber, dass wir
alle gemeinsam die Zukunft des Vereins gestalten und gemeinsam
Lösungen für die Betreibung und Unterhaltung der Anlage finden.
Ich hoffe, dass das Skerbersdorfer Freibad auch künftig noch viele
Besucher begrüßen kann.
Mit TRISTAN MÜHL sprach André Kurtas
Quelle: Lausitzer Rundschau
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«Tristan Mühl und Co. als Geburtshelfer» nach oben
02.07.2007 - Skerbersdorfer Bad erlebt nach
Jahren der Schließung seine Wiedereröffnung
Rüdiger Mönch ging am Sonnabend «baden» . Nicht ganz freiwillig,
aber immerhin. Er muss es mit Sicherheit geahnt haben, dass er bei
der Wiedereröffnung des Bades getauft wird. Und so kam es auch.
Trotz einigen Widerstrebens spielte er vortrefflich mit, ließ sich
von den Häschern einseifen und dann ins Wasser werfen. Zuvor hatte
ihn Neptun und sein Gefolge auf den Namen «Leitender Knallfrosch»
getauft. Es war ihm anzumerken, für die Skerbersdorfer macht er
diesen Spaß an einem solchen Tag mit, die nicht nur ihr neues Bad
nebst Freizeitzentrum feierten, sondern auch das 80-jährige Bestehen
ihrer Feuerwehr.Es war zweifellos die Stunde von Tristan Mühl und
seinem Förderverein
Freizeitzentrum. Wären er und die anderen jungen Leute wie Antje
Fleischer, Ronny Kubin, René Vogel, Andreas Petho und Daniel Gräber
nicht gewesen, wäre es wohl mit der Einweihung am Sonnabend nichts
geworden.Sie gründeten einen Förderverein, nachdem die Gemeinde 2003
das Bad aus Kostengründenschließen musste, wollten sich nicht damit
abfinden, dass es die Einrichtung nicht mehr geben sollte. Später
stießen andere zum Verein hinzu, auch jene, die 1982 das Bad gebaut
hatten, das am 10. Juli 1982 durch den damaligen Bürgermeister Paul
Stiller eingeweiht
worden war. Einer von ihnen, der vor 25 Jahren dabei war und damals –
ebenfalls bei der Neptuntaufe – denen Namen «Seegurke» erhielt, war
auch Sonnabend zur Stelle: Peter Lehnigk. «Ich habe, ehrlich gesagt,
nicht daran geglaubt, dass das mit dem Bad noch mal was wird.
Aber so wie wir uns vor 25 Jahren reinknieten, haben es die jungen
Leute zusammen mit den anderen heute gemacht» , sagte Lehnigk im
RUNDSCHAU-Gespräch.
Tristan Mühl und Co. gingen buchstäblich Klinken putzen. Firmen der
Region mussten als Sponsoren gewonnen werden, denn die Durchströmung
des Beckens galtes zu verändern und den Beckenkopf zu sanieren.
Die größten Schwierigkeiten habe die Filteranlage bereitet, die alte
sei nicht mehr zu gebrauchen gewesen, wie Tristan Mühl gegenüber der
Heimatzeitung gestand. Unternehmen wie Vattenfall konnten
glücklicherweise mit ins Boot geholt werden. Auch Fördertöpfe galt es
anzuzapfen, denn ohne Geld lief nichts. Von einer Summe elsweise ein
Spielplatz entstanden. Immer wieder wurde betont, dass nicht nur die
Skerbersdorfer, sondern auch Bürger aus Pechern und Klein Priebus
ihren Beitrag in dieses Gemeinschaftswerk einbrachten.
Wie groß die Anteilnahme in der Großgemeinde ist, zeigte sich bei der
Eröffnung, als Siegfried Wolf aus Sagar zwei Holzbänke nach vorn
schleppte, die seine Familie und die seines Schwiegervater Alfred
Vogelganz spontan dem Freizeitzentrum schenkten. Rüdiger Möch hatte
übrigens, bevor er getauft wurde, einen Rettungsring der Gemeinde
übergeben – wegen der Sicherheit.
Quelle: Lausitzer Rundschau
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«Skerbersdorfer packen bei Arbeitseinsätzen kräftig zu» nach oben
Skerbersdorf. Die Arbeitsstunden zählen die Mitglieder des Vereins
Freizeitzentrum Skerbersdorf nicht mehr. Am vergangenen Samstag
packten sie und andere Helfer bei einem Arbeitseinsatz auf dem
Gelände kräftig mit an.
09.05.2007
Arbeiten am Beckenrand sowie diverse Pflaster- und Pflanzarbeiten
standen auf dem Programm. Schließlich soll in wenigen Wochen, wenn
das Bad eröffnet wird, alles picobello sein. «Der feierliche Akt der
Eröffnung ist in Form eines Dorffestes am 30. Juni und 1. Juli
geplant» , so Tristan Mühl. Gleichzeitig wird das 80-jährige Bestehen
der Freiwilligen Feuerwehr Skerbersdorf begangen, die den Verein bei
der gesamten Umbaumaßnahme tatkräftig unterstützt hat. Über zwei Jahre
Baugeschehen liegen dann hinter dem Freizeitzentrum. So wurde das
Schwimmbad saniert und mit neuer Technik ausgestattet. Ebenso wurde
das marode Vereinsgebäude umgebaut. Neu hergerichtet sind der Volley-
ballplatz und die Außenanlagen, erfährt die RUNDSCHAU vor Ort.
«Unterstützt wurden wir bei unseren Vorhaben durch die Sächsische
Aufbaubank. Zudem gab es eine EU-Förderung» , freuen sich die Vereins-
mitglieder. Bis zur offiziellen Einweihung des Skerbersdorfer Bades
gibt es noch jede Menge zu tun. Der Verein Freizeitzentrum Skerbersdorf
zählt derzeit 30 Mitglieder. Sie alle und noch andere Helfer packen mit
zu, wenn es darum geht, die Anlage wieder instandzusetzen.
Quelle: Lausitzer Rundschau 09.05.2007
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